Spiel am 31.03.2018: SG Meißner - LFV 6:0 (5:0)

Rumpfelf mit 5 Toren in 15 Minuten abgeschossen

Obwohl der LFV im Derby beim Tabellenvorletzten SG Meißner lediglich mit einer Rumpfelf auflaufen konnte, wunderten sich die Gastgeber über ihre Freiräume im Angriff, genossen diese sichtlich und legten unserer total indisponierten Mannschaft am Ostersamstag gleich 6 Eier ins Nest, wobei 5 Treffer innerhalb von gerade mal 15 Minuten fielen - vermutlich ein neuer Negativrekord für den LFV.

Nach weiteren verletzungsbedingten Ausfällen standen unserem Trainer Feras Avakhti in diesem Derby in Laudenbach lediglich noch 10 einsatzfähige Feldspieler plus 2 Torhüter zur Verfügung. Trotzdem verzichtete er auf die ihm angebotene Aufstockung des Kaders durch A-Jugend-Spieler. Stattdessen stellte er sich selbst in einer gewissen Fehleinschätzung seines mit 46 Jahren noch vorhandenen Leistungsvermögens direkt ins Abwehrzentrum und beorderte den gelernten Innenverteidiger Lukas Dickel ins Mittelfeld, wo er 90 Minuten lang auf der linken Außenbahn mehr oder minder wirkungslos versauerte. Dabei hätte man ihn dringend hinten benötigt, um unserer an diesem Tage überaus löchrigen Abwehr etwas mehr Stabilität zu verleihen, zumal der zweite Innenverteidiger Philipp Vogl bereits angeschlagen ins Spiel ging und zur Halbzeit auch verletzt ausgewechselt werden musste. Zudem leistete sich unser Trainer noch den Luxus, mit Julian Schlegel einen fitten Spieler zunächst draußen zu lassen und wechselte ihn dann erst beim Stand von 0:4 in eine längst verlorene Partie ein.

Anstatt mit diesem Verlegenheitsaufgebot zunächst aus einer verstärkten Abwehr heraus zu operieren, spielten die Avakhti-Schützlinge in Verkennung der Lage gleich munter und sorglos nach vorne und liefen dabei den Gastgebern mit entblößter Abwehr ins offene Messer. So konnten die SG-Angreifer gegen eine völlig indisponierte LFV-Abwehr ein ums andere Mal relativ unbehelligt kombinieren und erzielten von der 13. bis zur 27. Spielminute alle 5 Treffer zur 5:0 Halbzeitführung, obwohl die Spielanteile insgesamt eigentlich relativ ausgeglichen waren.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bei einem weitgehend ausgewogenen Spiel. Auch als sich Lütfi Elevli wegen ständigen Meckerns zwanzig Minuten vor Schluss noch die gelb-rote Karte einhandelte, war unsere Mannschaft in Unterzahl noch bemüht, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen, was ihr aber nicht gelang, da alle Aktionen an diesem Tage viel zu ungenau und halbherzig blieben. Stattdessen machten die Gastgeber in der 79. Minute noch das halbe Dutzend zum blamablen 0:6-Debakel aus LFV-Sicht voll.

Nach dieser vierten Niederlage aus den letzten fünf Spielen müssen wir uns nun wohl endgültig in der Tabelle nach unten orientieren. Zwar belegen wir derzeit noch immer den 5. Platz, doch ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz inzwischen auf nur noch 12 Punkte geschrumpft.