Spiel am 06.08.2017: LFV - VfR Wickenrode 4:0 (2:0)

Mit klarem Heimsieg an die Tabellenspitze

Auch im zweiten Serienspiel zeigte die neuformierte Mannschaft um Kapitän John Schneider erfrischenden Angriffsfußball, ohne dabei die Abwehrarbeit zu vernachlässigen, was am Ende gegen die vorher als Angstgegner gehandelten Gäste aus Wickenrode einen deutlichen und hochverdienten 4:0-Heimsieg und die unerwartete Tabellenführung einbrachte.

Vom Anpfiff weg übernahm die junge Garde unseres neuen Trainers Feras Avakhti das Kommando auf dem Platz und erarbeitete sich ein klares Übergewicht mit schönen Spielzügen und auch einigen Torchancen, die aber in der Anfangsphase noch ungenutzt blieben. In der 18. Minute kam dann unser neue Angriffsführer Emanuel Edeme nach schönem Pass von Kalle Wegendt rund zehn Meter hinter der Mittellinie an den Ball, spitzelte diesen am herausgeeilten Gästekeeper vorbei und schob ihn dann aus gut 30 Metern Entfernung ins verwaiste Gästetor zur überfälligen 1:0-Führung. Auch danach spielte der LFV weiter munter nach vorn und in der 30. Minute fiel dann auch der zweite Treffer durch einen direkt verwandelten Freistoß, den Kalle Wegendt als tückischen Aufsetzer ins kurze Eck platzierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte sich Emanuel Edeme im Strafraum noch einmal gegen den Gästekeeper durchsetzen, setzte das Leder aber an den Pfosten. Zwar konnte der schnell nachsetzende Atakan Polat den Abpraller ins Tor befördern, doch wurde diesem Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung - wohl zu Unrecht - die Anerkennung versagt, so dass es bei der 2:0-Halbzeitführung blieb, die bei besserer Chancenverwertung weit höher hätte ausfallen können.

Nach dem Seitenwechsel konnten die insgesamt sehr harmlosen Wickenröder das Spiel zunächst etwas ausgeglichener gestalten, ohne dabei aber irgendwelche Gefahr zu verbreiten. So wurde unser Keeper Michael Rippe während des gesamten Spieles nicht einmal ernsthaft geprüft. Insbesondere unsere starke Innenverteidigung mit den bestens harmonierenden Lukas Dickel und Philipp Vogl erstickte alle Gästeangriffe bereits im Keim. Mitte der zweiten Halbzeit wurde dann die Lichtenauer Überlegenheit wieder größer und die Angriffe wurden wieder druckvoller nach vorn getragen. Unser eingewechselte Youngster Mike Hoffmann hatte dann auch zwei Megachancen auf dem Fuß, scheiterte aber beide Mal am Gästekeeper und sah zu allem Überfluss nach einer Rangelei im Strafraum in der 78. Minute auch noch die Rote Karte. Doch auch mit einem Spieler in Unterzahl blieb der LFV weiter am Drücker und konnte nach herrlicher Vorarbeit von Emanuel Edeme durch den eingewechselten Neuzugang Julian Schlegel nur vier Minuten später auf 3:0 erhöhen. Und zwei Minuten vor Abpfiff gelang dann Atakan Polat, der in der ersten Hälfte noch zwei Großchancen vergeben hatte, per Kopf doch noch sein Treffer zum 4:0-Endstand, der auch in dieser Höhe hochverdient war und durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande kam. Zwei Spieler ragten aus diesem homogenen Mannschaftsgefüge allerdings noch einmal ein Stückchen heraus, nämlich unsere Oldies Emanuel Edeme, der immer anspielbar war und die Bälle auch glänzend behauptete und verteilte und Karlheinz Wegendt, der Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel war und einmal mehr viel Übersicht bewies.

Folgende Spieler kamen zum Einsatz:

Michael Rippe, Jonas Müller, Lukas Dickel, Philipp Vogl, John Schneider, Eduard Grosu, Karlheinz Wegendt, Lütfi Elevli, Marcel Przybylla, Atakan Polat, Emanuel Edeme, Julian Schlegel, Mike Hoffmann, Emrah Koc.

Wegen des Open Flair-Festivals in Eschwege geht die Saison erst am übernächsten Wochenende weiter, dann aber gleich mit zwei Partien. Zunächst müssen wir am Freitag um 19:00 Uhr in Diemerode beim Aufsteiger SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund antreten. Am Sonntag um 15:00 Uhr kommt dann der zweite Aufsteiger SG Meißner an die Heinrichstraße. In beiden Spielen dürfte dem LFV, insbesondere nach den bisher gezeigten guten Leistungen, natürlich die Favoritenrolle zufallen. Doch Vorsicht: Die SG Pfaffenb./Schemmergrund konnte am Wochenende mit einem 3:1-Sieg bei der SG Werratal überraschen, während die SG Meißner bisher noch nicht ins Spielgeschehen eingegriffen hat.