Spiel am 30.07.2017: SC Niederhone - LFV 1:5 (1:4)

Traumstart zum Saisonauftakt

Einen in dieser Höhe völlig unerwarteten 5:1-Auswärtssieg konnte unsere neuformierte Mannschaft zum Saisonauftakt in Niederhone einfahren und hat damit ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und gleichzeitig viel Selbstvertrauen getankt für den weiteren Saisonverlauf.

Obwohl eine Reihe von Spielern verletzungs- oder urlaubsbedingt nicht zur Verfügung standen, ging unsere junge Truppe von Anfang an sehr engagiert zu Werke und übernahm schon bald das Kommando auf dem Platz. Bereits nach sechs Minuten zappelte dann der Ball zum ersten Mal im Netz der Gastgeber, als unser Neuzugang Marcel Przybylla eine Flanke von rechts mit exzellenter Schusshaltung per Direktabnahme unhaltbar im Niederhoner Tor versenkte. Auch in der Folgezeit war der LFV mit einiger Windunterstützung die agilere Mannschaft und trug ein ums andere Mal sehr flexible Angriffe vor, die immer wieder gefährliche Situationen vorm Tor der Gastgeber heraufbeschworen. In der 26. Minute konnte sich Atakan Pollat bei einem dieser Angriffe energisch gegen zwei Widersacher durchsetzen und zum 2:0 vollenden. Nur zwei Minuten später erhöhte dann Routinier Eduard Grosu mit dem Tor des Tages sogar auf 3:0, als sein Gewaltschuss aus fast 25 Metern Entfernung genau neben dem Pfosten einschlug. Der mitgereiste Lichtenauer Anhang staunte nicht schlecht über diese unverhoffte Torflut, da in den zuvor ausgetragenen Vorbereitungsspielen ja dickste Torchancen gleich im Dutzend versiebt wurden. Zwar konnten die Gastgeber in der 31. Minute auf 1:3 verkürzen, doch fast mit dem Pausenpfiff konnte unser zuvor eingewechselte Youngster Mike Hoffmann mit seinem Treffer zum 4:1-Halbzeitstand den alten Dreitore-Abstand wieder herstellen. Allerdings war diesem Tor wohl eine nicht geahndete Abseitsstellung vorausgegangen, was aber den hervorragenden Gesamteindruck der ersten Halbzeit keinesfalls schmälerte.

Da die Gastgeber nach dem Seitenwechsel mit starker Windunterstützung spielen konnten, erwartete man nun deren Großoffensive. Diese blieb aber weitgehend aus. Zwar konnte sich Niederhone nun auch die eine oder andere Chance erarbeiten. Diese blieben aber alle ungenutzt. Auf der anderen Seite inszenierte der LFV, angetrieben von den Routiniers Eduard Grosu und Kalle Wegendt, immer wieder schöne Spielzüge und gefährliche Gegenangriffe, die die Abwehr der Gastgeber ein ums andere Mal in Angst und Schrecken versetzte. Hier war schnell zu erkennen, dass unser Angriffsspiel jetzt sehr viel variabler ist als in den vorausgegangenen Spielzeiten, als die ganzen Angriffsbemühungen immer wieder auf Kai Simon zugeschnitten waren und daher vom Gegner auch leichter auszurechnen waren. Auch unser Spätzugang vom BC Sport Emanuel Edeme, verleiht hierbei unserem Angriffsspiel neue Impulse, indem er sich die Bälle durchsetzungsstark erkämpft und auch seine Mitspieler immer wieder in Szene setzt. In der 90. Minute gelang ihm auch sein erster Treffer für den LFV, als er einen an Mike Hoffmann verschuldeten Foulelfmeter sicher zum 5:1-Endstand verwandelte. Aus einer sehr homogenen Mannschaft ohne Schwachpunkt ragte bei diesem sehr erfreulichen Spiel ein noch ganz junger Spieler besonders hervor, nämlich Philipp Vogl, der im Abwehrzentrum fast jeden Zweikampf gewann und auch im Spiel nach vorn sehr viel Übersicht bewies.

Für den LFV kamen folgende Spieler zum Einsatz:

Michael Rippe, Jonas Müller, Lukas Dickel, Philipp Vogl, John Schneider, Eduard Grosu, Lütfi Elevli, Karlheinz Wegendt, Marcel Przybylla, Emanuel Edeme, Atakan Polat, Mike Hoffmann, Stefan Ludwig, Mika Heckmann.

Am nächsten Sonntag haben wir am Sportplatz Heinrichstraße den VfR Wickenrode zu Gast. Auch wenn die Wickenröder ihr erstes Heimspiel mit 0:4 gegen die SG Werratal vergeigt haben, sollten wir diese kampfstarke Mannschaft keinesfalls unterschätzen. Denn gerade gegen vermeintliche Favoriten haben die Gäste schon oft überrascht. Sollten wir aber an die gute Leistung vom Auftaktspiel in Niederhone anknüpfen können, müssten die drei Punkte eigentlich zu Hause bleiben.